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Bilder und Emotionen: Die gesamte Bandbreite an Desinformation begreifen

Bei der Findung von Strategien gegen Desinformationen muss auch darüber gesprochen werden, mit welchen Formaten sie übermittelt werden. Desinformationen werden häufig über (audio-)visuelle Medien verbreitet: Bilder, Grafiken, Fotos, Videos, Memes und Sprachnachrichten. Fotos oder Videos müssen nicht komplett manipuliert sein – häufig reicht eine falsche Kontextualisierung – um zu einer Desinformation zu werden. Auch mit kleinen Manipulationen, wie zum Beispiel der Verlangsamung einer Aufnahme, können Desinformationen generiert werden. Es müssen nicht immer aufwändig eingesetzte Deep Fakes sein. Visuelle Inhalte lassen sich blitzschnell verbreiten und konsumieren. Ebenso bedarf es häufig keiner Übersetzungen, da Bilder, Memes und Grafiken für sich sprechen können.

Des Weiteren sprechen zahlreiche Bilder die Emotionen eines Menschen an. Wut, Trauer, Freude, sind nur drei Gefühle, die bei Fotos, Video und insbesondere Memes häufig erlebt werden. Desinformationen, die auf emotionaler Basis verbreitet werden, müssen mit anderen Gegenstrategien begegnet werden, als lediglich Faktenchecks, die auf die Ratio eines Menschen abzielen.